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Taufvorbereitung bei uns

Bild: www.pixelio.de

Die Taufe

Die Taufe ist das Sakrament des Glaubens, in dem der Täufling zu neuem Leben in Christus und damit zum Adoptivkind des Vaters und Tempel des Heiligen Geistes wird. Die Taufe ist das erste der Sakramente und grundlegend für den Beginn eines Lebens im Zeichen Gottes. Sie wird daher auch als Grundsakrament bezeichnet. Das Sakrament kann nur einmal empfangen werden. Wer getauft ist, gehört für immer zu Christus. Die Taufe führt wie die Sakramente von Firmung und Erstkommunion in die Gemeinschaft hinein. In allen Kulturen der Menschen gibt es solche Riten der Initiation, die neugeborene oder junge Menschen schrittweise in die Gemeinschaft der Älteren aufnehmen.

Beim Ritus der Taufe wird der Täufling in Wasser eingetaucht – oder wenigstens mit Wasser übergossen. Das Eintauchen in Wasser ist ein Sinnbild des Todes und der Reinigung sowie der Wiedergeburt und Erneuerung. In der Taufe geschieht die Vergebung der Erbsünde und aller persönlichen Sünden. Die Getauften erhalten Anteil am Priestertum Jesu Christi. Im Ritus der Taufe wird der Täufling ins Wasser getaucht oder sein Kopf mit Wasser übergossen. Dies geschieht unter Anrufung der Heiligsten Dreifaltigkeit, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Die Taufe bildet die Grundlage der Gemeinschaft aller Christen, auch mit denen, die noch nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen. Der Getaufte wird Christus gleich gestaltet, weil er durch die Taufe Christus eingegliedert ist. Christen glauben, das jeder Getaufte Anteil hat an Christi Tod und an seiner Auferstehung. Daher bezeichnet die Taufe den Christen mit einem unauslöschlichen geistlichen Siegel, einem Zeichen, dass er Christus angehört. Diese Besiegelung wird durch keine Sünde ausgelöscht. Jeder Mensch, der getauft ist, wird zu einem Mitglied der Kirche. Wer die Taufe empfangen hat und in der Gemeinschaft der Kirche steht, hat das Recht, die anderen Sakramente zu empfangen, durch das Wort Gottes gestärkt und durch geistliche Hilfeleistung der Kirche unterstützt zu werden. Die Kirche tauft im Auftrag Jesu Christi – denn der Herr selbst hat den Auftrag erteilt: „Geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe“ (Mt 28,19-20).

 

Was ist vor einer Taufe zu beachten?

Je nach Alter des Täuflings müssen verschiedene Dinge beachtet und geplant werden. Die Taufe findet immer in einer bestimmten Gemeinde statt. Der Ort für die Feier der Taufe ist in aller Regel die Pfarrkirche des Ortes oder Stadtteils.

Getauft werden Säuglinge und Kleinkinder. Hier sind es die Eltern/ ein Elternteil oder der gesetzliche Vertreter und die Taufpatin/der Taufpate, die für das Kind den Wunsch äußern, in die Gemeinschaft der Christgläubigen aufgenommen zu werden. In Vertretung des Kindes versprechen sie, sich immer mehr um ein Leben als Christ zu bemühen. Stellvertretend für den Säugling legen sie das Glaubensbekenntnis ab. Eltern, Paten und Seelsorger achten auch darauf, dass das Kind einen christlichen Taufnamen erhält, also den Namen eines christlichen Heiligen. Er ist Vorbild auf dem Lebensweg zu Gott und soll den heranwachsenden Menschen begleiten und beschützen. Eine Auswahl von Namen findet sich hier: www.heilige.de. In konfessions- und religionsverbindenden Ehen verspricht der katholische Elternteil, alles dafür zu tun, dass diese und die weiteren Kinder in der katholischen Kirche getauft und erzogen werden.

Ab dem Alter von sieben Jahre müssen Taufbewerber einen mehrstufigen Einführungsweg in den Glauben der Christen gehen – das so genannte Katechumenat. Die Zahl derer, die erst im Zuge der Vorbereitung auf die feierliche Erstkommunion (meist im Alter der Klassenstufe 3) die Taufe empfangen, wächst. Also bieten viele Gemeinden eine Taufkatechese im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung an. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig vor Beginn der Erstkommunionvorbereitung – am Besten jeweils vor den Sommerferien – bei Ihrer örtlichen Pfarrgemeinde im Stadtteil. Übersicht über katholische Pfarrgemeinden in Mannheim.

Ältere Taufbewerber und Erwachsene werden in Mannheim in der Regel zentral auf den Empfang dieses grundlegenden Sakramentes vorbereitet. Die Vorbereitung geschieht in Einzel- oder Gruppengesprächen. Auch hier ist der Weg in den Glauben ein mehrstufiges Katechumenat. Interessenten an der Taufe können sich an das Haus der katholischen Kirche am Mannheimer Marktplatz, F2,6, Telefon 0621/4004120 wenden (E-Mail info(at)citypastoral-ma.de) oder direkt an die Offene Tür, Beratungsstelle in Glaubens und Lebensfragen, ebenfalls in F2,6. Die Patres der Offenen Tür begleiten Sie auf dem Weg zur Taufe. In der Regel schließen sich bei Erwachsenen sofort die anderen Sakramente der Initiation an – dies sind die Firmung und der Empfang der ersten heiligen Kommunion.

Bei der Vorbereitung einer Säuglings-Taufe müssen Sie:

  • Mit Ihrer zuständigen Ortsgemeinde Kontakt aufnehmen und die Taufe anmelden: Übersicht über katholische Pfarrgemeinden in Mannheim.
  • Meist gibt es in den Gemeinden bestimmte Tauftermine samstags oder sonntags – im Gespräch mit dem Pfarrbüro oder dem Pfarrer werden Sie darüber informiert
  • die notwendigen Unterlagen bereit legen: Geburtsurkunde des Kindes, Taufscheine und Trauungsschein der Eltern und die Kirchenzugehörigkeit der Paten (Patenschein)
  • Etwa sechs bis zwei Wochen vor der Taufe: Termin für das Taufgespräch festlegen. Im Taufgespräch wird geklärt: Bedeutung und Ablauf der Taufe, Bedeutung der Paten, Angebote der Kirchengemeinde, Gestaltung des Gottesdienstes, Fotografieren in der Kirche
  • Die Taufe in einem Sonntagsgottesdienst (Heilige Messe) dauert etwa eine Stunde, ein Taufgottesdienst außerhalb einer Messfeier dauert je nach Anzahl der Täuflinge ca. 40 Minuten
  • Ein besonderer Ort für die Taufe – und der seit den Anfangstagen der Kirche gebräuchlichste Zeitpunkt – ist die Spende des Sakramentes in der Feier der Osternacht, also in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag. Seit altersher wurden hier die Taufbewerber getauft.
  • Eine Taufkerze besorgen: Das Licht ist ein uraltes Symbol für Christus selbst. Die Taufkerze trägt stets die Jahreszahl von dem Jahr, in dem sie das 1. Mal entzündet wurde, sowie die griechischen Buchstaben Alpha und Omega. Das ist der erste sowie letzte Buchstabe im griechischen Alphabet und bedeutet: "Ich bin der Anfang und das Ende"! Diese Initialen der Osterkerze werden oft auch zusammen mit dem Namen des Kindes/ des Täuflings auf die Taufkerze übertragen. Damit wird gewissermaßen das ganze Leben als Christ, das in der Taufe grundgelegt wird, unter das Zeichen Christi gestellt: "Von Anfang bis zum Ende bin ich getragen vom Licht Jesu Christi!" Häufig ist es Brauch, dass die Paten die Taufkerze schenken. Oft wird die Taufkerze auch zu weiteren Familienfeiern - etwa zur Erstkommunion, zur späteren Firmung, zur Hochzeit, entzündet und erinnert damit an den Anfang. Taufkerzen werden z.B. in bestimmten klösterlichen Gemeinschaften in vielen Gestaltungsvarianten angeboten.

Taufpate und Taufpatin

Voraussetzung für das Patenamt in der katholischen Kirche ist, dass der Pate, vom Täufling, dessen Eltern oder, wenn diese fehlen, vom Pfarrer dazu bestimmt wird. Pate bzw. Patin müssen Mitglied der katholischen Kirche sein und geeignet sein, diesen Dienst zu leisten. Die Patin / der Pate muss das sechzehnte Lebensjahr vollendet haben. Ein Getaufter, der einer nichtkatholischen kirchlichen Gemeinschaft angehört, darf nur zusammen mit einem katholischen Paten, und zwar nur als Taufzeuge, zugelassen werden. Es gibt also nur einen Taufpaten, aber beliebig viele Taufzeugen. Die Eltern können nicht Taufpaten sein.

Der Begriff "Pate" kommt vom lateinischen lateinischen patrinus,"Mit-Vater" Ursprünglich waren die Aufgaben des Taufpaten eine Bürgschaft für die Glaubwürdigkeit eines erwachsenen Taufbewerbers abzulegen und die Taufe zu bezeugen. Durch die Einführung der Kindertaufe traten diese Aufgaben in den Hintergrund. Im Todesfall der Eltern bekamen die Paten bis ins 19. Jahrhundert die Sorgepflicht für den Täufling.

Heute bekennt der Taufpate / die Taufpatin  - gemeinsam mit den Eltern und stellvertretend für den Täufling - das Glaubensbekenntnis. Er verpflichtet sich, mitzuhelfen, dass der Getaufte ein der Taufe entsprechendes christliches Leben führt und die damit verbundenen Pflichten erfüllt. Viele Paten bemühen sich, zu ihrem Patenkind eine persönliche Beziehung aufzubauen und dem Patenkind ein Leben lang als Gesprächspartner zur Seite zu stehen.